Buchtipp: Social Media und Entschleunigung

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Die heutigen Informationsfluten und die permanente digitale Erreichbarkeit machen vor kaum jemanden halt. Das Buch “Slow Work & Slow Life” ist mir in die Hände gefallen, damit auch ich den Weg zum Entschleunigen finden kann. Ich begegne jeden Tag Menschen, die durch Social Media verunsichert und sich auf die damit einhergehenden  Veränderungen hilflos ausgeliefert fühlen.

Entschleunigung – wie geht das?

Doch wie kann der Einzelne der zunehmenden Beschleunigung und Komplexität begegnen? Wie gestalten wir aktiv unsere Zukunft? Braucht nicht jeder auch wieder ein bißchen Zeit für sich? Mir ging es so. Also las ich das Buch und habe einfach wieder mehr Zeit für mich gefunden.

Und das schaffe ich auch noch …

Gerade Frauen neigen dazu, sich zu überfordern. Frauen, die selbstständig sind, noch mehr. Ein bisschen mehr geht immer: im Beruf, in der Familie & Co. Man hetzt von Terminn zu Termin, hilft Kunden und am Abend einfach nur noch hundemüde ins Bett. Aber warum ist das so, und was lässt sich dagegen machen? Ulrike Reiche erklärt in ihrem Buch Slow Work – Slow Life, warum es so häufig Frauen trifft und wie man einen Gang oder auch zwei runterschaltet.

Beruflich und privat ist alles palletti oder nicht?

Wer wünscht sich nicht ein gutes Miteinander, beruflich wie privat? Frauen sind es, denen besondere Talente zugeschrieben werden, um soziale Beziehungen und eine reibungslose Zusammenarbeit zu gestalten. Kommunikationsfähigkeit, Einfühlungsvermögen und Organisationstalent werden häufig genannt. Die Kehrseite davon ist, dass Frauen dazu neigen, sich an den Bedürfnissen anderer auszurichten.

Die Falle „Soziale Kompetenz“

Medien, Politik, der eigene Bekanntenkreis, alle reden Frauen ein, Selbstständigkeit, Freizeit und Familie ließen sich locker vereinbaren. Dieser Anspruch führt zu einem bestimmten Erwartungsdruck. Statt sich die damit einhergehende Überforderung bewusst zu machen und sich auf gesunde Art abzugrenzen, sind viele Frauen quasi in einem vorauseilenden Gehorsam versucht, den an sie gerichteten Anforderungen gerecht zu werden. Denn die vielfältigen Aufgaben verlangen nicht nur eine gute Planung, sondern auch die Fähigkeit, sich gleichermaßen auf unterschiedliche Personen einzustellen und die Bereitschaft, eigene Bedürfnisse zumindest zeitweise hintenanzustellen.

Spannungsfeld „Familie – Unternehmertum und ich“

All diese Erwartungshaltungen tragen dazu bei, dass sich so manche Frau zu verausgaben droht. Häufig gelingt es, den Anforderungen im Beruf und der Familie eine gewisse Zeit lang gerecht zu werden. Wenn jedoch die Selbstfürsorge auf Dauer zu kurz kommt, wird das Spannungsfeld „Familie – Unternehmertum und ich“ zu einer Herausforderung und Überforderung. Es stellt sich die Frage, wie Frau wieder heraus findet, oder besser noch, gar nicht erst hinein gerät.

Entschleunigung – aber wie?

Hierfür ist es nötig, ab und an innezuhalten, um Tempo aus dem Trott des Alltags zu nehmen. Entschleunigen Sie Ihr Leben, beruflich wie privat, und nutzen Sie bewusst die Auszeiten, um immer wieder aufs Neue über Ihre Arbeits- und Lebensweise zu entscheiden.

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Was tut mir gut, was nutzt mir, was nutzt meiner Familie?

Erlauben Sie sich die Frage „Was will ICH? Was tut mir gut, was nutzt mir, was nutzt meiner Familie?“ bevor Sie reflexartig den Anforderungen aus Ihrem beruflichen und privaten Umfeld genüge tun. Machen Sie sich bewusst: Auch Hausarbeit, Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen und Kontaktpflege zum sozialen Umfeld bedürfen ihrer Anstrengung und erfordern Zeiteinsatz. Beziehen Sie dies bei der Planung ihres Alltages mit ein. Suchen Sie gemeinsam mit Anderen nach einer angemessenen Aufgabenverteilung.

Das Zauberwort NEIN

Wenn Ihnen jemand eine zusätzliche Aufgabe anträgt! Eine weiche Form der Ablehnung wäre der Zusatz „Nicht jetzt, aber später!“ Gerade in emotional aufgeladenen Stresssituationen, beruflich wie privat, ist es häufig besonders herausfordernd, sich abzugrenzen. Machen Sie sich klar, für wen Sie zuvorderst Verantwortung tragen – in der Regel für Ihre Kinder, Ihre Partnerschaft UND für sich selbst!

Pflegen Sie Ihre Kraftquellen

Ich habe gelernt zu wissen, wie ich mich am besten erholen, kann. Auch habe ich es konsequent und regelmäßig in meinen Alltag eingebaut. Denn nur wenn mein Akku aufgeladen ist, kann ich anderen auch etwas geben. Deshalb gönne ich mir auch unter der Woche, besonders, wenn ich am Wochenende gearbeitet habe, eine Auszeit.

Der Raum zum Abschalten

Ein Wellness-Wochenende ist eine schöne Abwechslung, aber noch viel wichtiger ist es, im Alltag für Entspannung zu sorgen und Raum zum Abschalten zu schaffen. Ich nehme mir dann eine fixe Zeit am Tag und reserviere sie mir, für mich. Auch ein ausreichender Schlaf ist wichtig.

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Individueller Arbeitsrhythmus ist wichtig

Ich habe aufgrund des Buches gelernt in meinem Arbeitsverlauf regelmäßig Pausen einzubauen. Man kann einen fixen Rhytmus, wie 90 min telefonieren und Internet und dann 10 min Pause einplanen. Oder man entwickelt mit der Zeit eine innere Stechuhr, die dann an eine Pause erinnert. Früher war mein durchschnittlicher Arbeitstag – weit über 8 Stunden am Tag. Ich habe experimentiert und auf 8 Stunden gekürzt. Die restliche Zeit nehme ich mir um mich bewußt zu entspannen. Mein Geist hat mir dann immer wieder Vorhaltungen gemacht, dass die Produktivität gesunken ist, aber ich habe durch die Entspannung, mehr Kraft für ein konzentrierteres und fokusierteres arbeiten erhalten.

Fazit

Ich habe durch das Buch festgestellt, dass ich in weniger Zeit genauso viel schaffen kann, wie an Tagen mit mehr Arbeitstunden. Ich habe mir unter Anleitung der Expertin mehr Zeit für mich reserviert, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Ich habe die Meditation, entspannende Musik und Kalligrafien schreiben als Werkezeug zur Entschleunigund zur Unterstützung entdeckt und habe eine Stunde, die ich jeden Morgen vor 8 Uhr, dafür reserviert. Lest das Buch zur Inspiration für euren Weg der bewußten Entschleunigung, bevor ihr krank werdet! Danke für die Inspiration Frau Ulrike Reiche!

Buchtipp: Slow Work und Slow Life

Leseprobe: Slow Work und Slow Life” beim Verlag BusinessVillage

Wie vereint ihr Selbstständigkeit und den Rest des Lebens? Schreibt mir in den Kommentaren!

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